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Abholung
Der Verstorbene wird von einem Bestattungsunternehmen überführt. Die Abholung eines Verstorbenen erfolgt vom Sterbeort; dies kann das eigene Zuhause sein, eine Einrichtung oder die Gerichtsmedizin. Ein Verstorbener darf  noch einmal nach Hause überführt werden, wenn er woanders verstorben ist.

Abschiednahme/Aufbahrung
Die Angehörigen haben die Möglichkeit, sich von ihrem Verstorbenen zu verabschieden. Eine Aufbahrung ist entweder in den eigenen Räumen (Schlaf- oder Wohnzimmer) möglich, einem Bestattungshaus oder auf einem öffentlichen Friedhof. Trauerfeiern an einem geöffneten Sarg sind i.d.R. nicht gestattet.

Almwiesenbestattung
Die Asche des Verstorbenen wird auf einer Almwiese beigesetzt. Die Beisetzung unter einem Edelweiss ist ebenso möglich wie unter einem Fels oder am Fuße eines Baums; auch die Verstreuung in einem Gebirgsbach ist möglich. Diese Angebote sind nach deutscher Gesetzgebung in Deutschland unzulässig; können aber auch für Verstorbene aus Deutschland in der Schweiz wahrgenommen werden.

Anonyme Beisetzung
Meist bei Fehlen von Verwandten und Freunden genutzte Form, bei der entweder die Asche verstreut wird oder die Urne ohne Teilnahme einer Trauergesellschaft auf einem Rasenfeld beigesetzt wird.
Da auch sonst kein Zeichen den Verbleib der Verstorbenen belegt, ist die anonyme Beisetzung aus trauerpsychologischer Sicht eher kritisch einzuschätzen.

Aschenamulett –Am-urn-let (Herstellername)
Hierbei handelt es sich um einen Anhänger, der an einer Kette meist um den Hals getragen wird.
Es wird ein geringer Teil der Asche des Verstorbenen in den Anhänger abgefüllt/eingearbeitet. Diese Form ist in Deutschland nur bedingt zulässig.

Aschenkapsel
Nach der Einäscherung wird die Asche vom Krematorium in ein Behältnis aus Metall gefüllt. Um die Asche immer zuordnen zu können, wird zusätzlich zur Asche des Verstorbenen ein Feuerstein (Schamottstein) oder eine Feuermarke mit in die Aschekapsel gelegt. Auf dem Deckel wird der Name des Verstorbenen, Geburts-, Sterbe-und Einäscherungsdatum, sowie der Name des Krematoriums eingraviert. Eine Aschenkapsel selbst ist keine Urne. Sie wird deshalb in eine Überurne oder auch Schmuckurne gestellt. Kann aber auch so beigesetzt werden. Mittlerweile gibt es eine große Anzahl von biologischen Kapseln, die vornehmlich für Waldbestattungen genutzt werden. Diese verrotten schneller.

Aschenstreuwiese
Aschenverstreuungen erfolgen oberirdisch auf dafür ausgebildeten Flächen der Friedhöfe. Köln und Dormagen lässt diese Beisetzungform nicht zu.

Ausbildung Bestattungsfachangestellter
Menschen werden zu Bestattungsfachangestellten im dualen System ausgebildet. Das Berufsbild ist neu. In der Vergangenheit gab es Ausbildungen wie Schreiner oder Bürokaufleute im Bestattungsgewerbe. Eine deutliche Veränderung im Berufsprofil hat eine eigene dreijährige Ausbildung erforderlich gemacht. Diese erfolgt in Blöcken in den Betrieben, Schulen und Fachzentren.

Ballonbestattung
Die Asche des Leichnams wird beispielsweise bei ruhiger Fahrt mit einem Heißluftballon  über einem ausgewiesenem Waldgebiet im Elsaß (Frankreich) ausgestreut. Angehörige können bei dieser Ballonfahrt anwesend sein. siehe auch: Luftbestattung

Baumbestattung
Bekannteste Art der Naturbeisetzung ist die Baumbestattung. Die Totenasche wird nach der Einäscherung in einer ökologisch abbaubaren Urne/Kapsel am Fuße eines Baumes beigesetzt; gelegentlich wird die Asche unmittelbar ins Erdreich gestreut.

Beileidbekundung
siehe Kondolenz

Bestattungsberatung
Angehörige werden umfangreich zur Bestattung beraten. Das Beratungsgespräch kann bei einem Bestatter oder Zuhause erfolgen. Es beinhaltet alle für die Bestattung relevanten Themen. In ihm wird festgelegt wie ein Angehöriger beigesetzt werden soll. Das umfangreiche und kompetente Gespräch soll dem Trauernden Unterstützung, Entlastung und Halt geben. Im Beratungsgespräch werden ebenfalls Verträge zur Bestattung abgeschlossen; Graberwerb, Bestattervertrag, Fremdleistungen wie Zeitung, Blumenschmuck, Musik etc.

Bestattungskultur
Kultur des Todes, des Sterbens, des Bestattens sowie des Trauerns. Verschiedene Gesellschaftsgruppen beteiligen sich am Erhalt der Friedhofs- und Bestattungskultur.

Bestattungsvorsorgevertrag
Im (Bestattungs-) Vorsorgevertrag regelt der Bürger mit dem Bestatter zu Lebzeiten, wie er einmal verabschiedet und wo er wie beigesetzt werden möchte. Meist werden finanzielle Rücklagen gebildet, um die Bestattung in der gewünschten Form abzusichern. Das sog. Totenfürsorgerecht kann hierzu an den Bestatter übertragen werden.

Bestattungsverpflichtung
Angehörige ersten und zweiten Grades (Eltern, Partner, Kinder, Großeltern, Enkel und Geschwister) sind zur Bestattung verpflichtet. Die zur Bestattung Verpflichteten haben das Recht über die Art der Bestattung zu entscheiden, sofern sie den Wünschen des Verstorbenen nicht widersprechen. Diese sind auch neben den Erben für den finanziellen Aufwand einer Bestattung verantwortlich. Ein möglicher Sozialhilfestatus des Verstorbenen entbindet nicht von der Verpflichtung.

Blumen
Blumen sind ein altes Element des Ausdrucks von Wertschätzung und Liebe bei der Verabschiedung und Trauerfeier. Dem Verstorbenen werden z. Teil bereits Blumen mit in den Sarg gelegt. Auf der Trauerfeier wird der Sarg mit einem Gesteck geschmückt. Angehörige und Freunde bringen Blumen und Kränze mit zur Trauerfeier, die zum einen als Schmuck dienen, zum anderen als Zeichen der Zuneigung. Dies geschieht durch die Auswahl von Blumenarten (Rosen, Lilien, Lieblingsblumen), aber auch durch Textschleifen, die Inhalte zum Ausdruck bringen (In Liebe und Dankbarkeit, In stiller Anteilnahme etc.).

Bilder
In der Trauerfeier können Bilder aufgestellt werden, um Lebensinhalte aber auch den Verstorbenen selbst zu zeigen. In der Regel werden großformatige Portraits in der Trauerhalle neben dem Sarg oder der Urne aufgestellt. Der Bestatter hilft bei der Herstellung und Bearbeitung eines vorhandenen Fotos.

Christliche Bestattungskultur
In unserem Kulturkreis ist die christliche Bestattung nach wie vor die vornehmliche Bestattungsart. Auch wenn bei weitem nicht mehr alle Menschen konfessionell beigesetzt werden, so sind die Grundinhalte nach wie vor ähnlich: Verabschiedung, Aufbahrung, Trauerfeier und Grablegung. Das Christentum sieht im Tod die Vollendung irdischen Lebens und den Beginn einer neuen Wirklichkeit. Im Tod erfüllt sich, was in der Taufe grundgelegt wurde: Die Teilnahme am ewigen Leben. In der Liturgie heißt es dazu: Leben wird nicht genommen, sondern gewandelt.

Diamantbestattung
In einem Transformation genannten Prozess, wird der Kohlenstoff von der Asche getrennt. Der verbleibende reine Kohlenstoff wird für vier bis acht Wochen in einer Presse, hohem Druck und hoher Temperatur ausgesetzt. In dieser Zeit entstehen Kristalle, woraus ein Rohdiamat entsteht. Danach kann dieser in verschiedene Formen geschliffen werden. Schließlich kann der Diamant noch zertifiziert und mit einer Identifikationsnummer versehen werden. Der Rest der Asche muss jedoch konventionell bestattet werden.

Einäscherung
Einäscherung, oder auch: Kremation (lat. Cremare = verbrennen) Hierbei handelt es sich um das Verbrennen/Einäschern von Verstorbenen; in Deutschland ist dies ausschließllich in einem Sarg möglich.

Einäscherungsnummer
Fortlaufende Nummer auf dem Schamottstein, die im Einäscherungsbuch der Feuerbestattungsanlage eingetragen wird und somit jede Einäscherung nachvollziehbar macht.

Einbalsamierung/Embalming
Der Verstorbene wird mit einer speziellen Flüssigkeit einbalsamiert. Zur Verabschiedung oder Rekonstruktion eines Verstorbenen (teilweise nach Suizid oder Unfall) kann es hilfreich sein, ihn zu „embalmen“. Dabei wird die Körperflüssigkeit gegen eine formalinhaltige Substanz ausgetauscht und die Körperöffnungen verschlossen. Teilweise nimmt der Embalmer auch eine Rekonstruktion des Gesichtes vor, wenn dieses beim Tod verletzt wurde; dies erfolgt durch spezielles Material. In Amerika und England ist das Embalming wesentlich häufiger als bei uns; auch ist die Einbalsamierung bei der Überführung in manche Staaten erforderlich.

Familiengrab
Wie das Wort bereits ausdrückt, kann bei dieser Grabstätte die ganze Familie bestattet werden. Die Familiengräber haben meist eine längere Ruhezeit als Einzelgräber.

Fehlgeburt
Eine Fehlgeburt ist eine nicht lebendgeborene Leibesfrucht unter 500g. Fehlgeborene Kinder erhalten keinen Eintrag in das Familienbuch. Fehlgeburten können nach dem Gesetz von 2003 auf öffentlichen Friedhöfen beigesetzt werden. Wenn Eltern von diesem Recht keinen Gebrauch machen, muss die Einrichtung, in der das Kind geboren wurde, die Beisetzung übernehmen.

Feuerbestattung
Einäscherung, Leichenverbrennung, bei der der Leichnam durch Feuer in Asche verwandelt/mineralisiert wird. Die Einäscherung erfolgt in einem Vollholzsarg. Der Verstorbene darf nur in natürlicher Kleidung (Wolle, Seide und Baumwolle) eingeäschert werden.

Friedhofszwang
In Deutschland muss jede Leiche und jede Totenasche auf einem Friedhof beigesetzt werden. Es ist mit wenigen Ausnahmen (Beispielsweise hohe, geistliche Würdenträger, Seebestattung) nicht erlaubt, die Totenasche ausserhalb eines Friedhofes beizusetzen, zu verstreuen etc. Andere Länder kennen diese Restriktionen nicht und hinsichtlich der EU-Harmonisierung wird sich hierbei möglicherweise in den nächsten Jahren einiges ändern.

Friedwald
Friedwald war in Deustchland erster Anbieter von Baumbeisetzungen, einer Sonderform der Naturbeisetzung, bei der die Asche Verstorbener an den Wurzeln eines Baumes in einer Bio-Kapsel beigesetzt wird.
siehe auch: www.friedwald.de

Grabeskirche
Die Urnen der Verstorbenen werden in Kolumbarien bzw. Grabeskirchen beigesetzt. Viele Kirchen werden zu Grabeskirchen umgebaut. Der Vorteil ist die Ortsnähe, die Sicherheit und kein Pflegeaufwand. Beisetzung dort sind nur als Urne möglich.

Gruft/Gemeinschaftsgrab
Eine Gruft ist eine gemauerte Grabstätte, die Särge oder Urnen aufnehmen kann. Grüfte werden heutzutage nur noch selten angelegt, sie dienten früher häufig als Grabstätte (wohlhabender) Familien.

Handwerkskammer
Der Großteil der Bestattungsunternehmen ist den ortsansässigen Handwerkskammern angeschlossen. Das Bestattungswesen wurde aus der Tradition heraus der Handwerkskammer zugeordnet, da es sich aus dem Schreiner- bzw. Tischlerberuf und dem Fuhrwesen entwickelt hat. Seit wenigen Jahren gibt es in NRW eine Bestatterinnung mit einem Innungsmeister. Das Ausbildungssystem wird von der HWK überwacht und betreut. Einige wenige Betriebe sind der Industrie und Handelskammer angeschlossen, weil sie sich mehr als Dienstleister denn als Handwerker verstehen.

Hinduistische Bestattung
Im Hinduismus wird der Verstorbene auf einem Holzscheit verbrannt und anschließend in den Fluss geworfen. Nach hinduistischer Lehre verlässt die Seele den Körper beim „Knacken der Knochen“ auf dem Holzscheit. Höchste Ehrung kommt dem Körper zu, wenn er im Anschluss an die Zeremonie, der in der Regel nur Männer beiwohnen, dem heiligen Fluss Ganges übergeben wird. In Deutschland ist die hinduistische Religion nach wie vor recht selten; dennoch haben Hindus die Möglichkeit, der Verbrennung in vielen Krematorien nach rituellen Handlungen beizuwohnen und die Asche im Anschluss in die Heimat zu überführen.

Hospiz
Hospize sind Orte, in den Menschen den Lebens Abschnitt würdig verbringen können, um dort zu sterben. Cicely Saunders entwickelte die Idee eines Ortes, um dem Sterben einen würdigen Raum und Rahmen zu geben. Die Hospizidee kam aus England in den 80er Jahren nach Deutschland. Es gründeteten sich zahlreiche Hospizvereine, später dann auch stationäre Hospize, die besonders von den Krankenkassen gefördert werden. Neben den Hospizen gibt es sog. Palliativeinrichtungen, Zentren, die sich auf die Behandlung und Vermeidung des Schmerzes konzentrieren.

Hygienische Totenversorgung
Vorbereiten des Leichnams zur Bestattung. Dazu gehören: Waschen und ggf. Rasieren des Verstorbenen, Einkleiden, ggf. Schließen und Fixieren des Mundes. ggf. Schminken des Leichnams und andere Leistungen des Bestatters.

Katafalk
Meist schwarz verhängtes Untergerüst für den Sarg zur feierlichen Aufbahrung bei Trauerfeierlichkeiten.

Kleidung
siehe Totenhemd

Kolumbarium
auch Columbarium (lat. columbarium = der Taubenschlag) Die Urne mit der Asche des Verstorbenen wird in einer Wandnische beigesetzt. Diese wird nach der Beisetzung meist mit einer Steinplatte verschlossen, die in der Regel eine Aufschrift mit dem Namen des Verstorbenen trägt. In Kolumbarien können im Gegensatz zu Urnengräbern im Erdreich, Urnen zum Einsatz kommen, die sich nicht zersetzen, sofern Platz für eine Überurne vorgesehen ist. Die Kommunen Köln und Dormagen bieten Kolumbarien nicht an; alternative Kommunen sind Leverkusen und Bergisch Gladbach.

Kondolenz auch Beileidbekundung
Den Trauernden wird bei der Begegnung das Beileid ausgesprochen, ebenso kann dies mit einer Beileidskarte vorgenommen werden. Die Beileidsbekundung ist eine Sympathie-Bekundung (engl. with sympathie). Den Angehörigen soll bekundet werden, dass man an sie denkt, mit ihnen fühlt und die Trauer teilt. Viele Angehörige wünschen die klassische Kondolenz am Grab nicht mehr, weil sie ihnen als zu nah erscheint. Auf Trauerfeiern werden häufig Kondolenzlisten ausgelegt, die zum einen der Dokumentation der Anwesenheit dienen, zum anderen aber Raum für persönliche Worte ermöglichen.

Kremation
siehe Einäscherung

Krematorium
Ehemals meist kommunale Einrichtung, mit Ofenanlage zur Einäscherung menschlicher Leichen.Von den heute knapp 150 in Deutschland betriebenen Krematorien sind rund ein Dritttel in privater Hand (Firmen oder Vereine) und ein Drittel werden als Eigenbetriebe geführt. Unser Haus arbeitet mit dem Rhein-Taunus-Krematorium zusammen: http://www.rhein-taunus-krematorium.de

Leichenschau
Untersuchung des Leichnams zur Bestimmung der Ursache und die näheren Umstände des Todes. Die Leichenschau muss von einem Arzt durchgeführt werden. Er stellt dabei den Totenschein als amtliches Dokument aus. Bei Feuerbestattungen ist bundesweit (mit Außnahme Bayerns) obligatorisch eine zweite Leichenschau vorzunehmen; meist durch den Amtsarzt am Sitz des Krematoriums.

Luftballons
Auf Trauerfeiern kann man Ballons in den Himmel aufsteigen lassen. Die Symbolik ist zum einen der Wunsch, den man dem Verstorbenen mitgeben will, zum anderen das Bild der Seele, die dahinschwindet.

Luftbestattung
Die Asche des Leichnams wird beispielsweise bei ruhiger Fahrt mit einem Heißluftballon  über einem ausgewiesenem Waldgebiet im Elsaß (Frankreich) ausgestreut. Angehörige könnnen bei dieser Ballonfahrt anwesend sein. siehe auch Ballonbestattung

Memoriam
Memoriam bedeutet Erinnerung. Es gibt verschiedene Wege, sich an die Verstorbenen zu erinnern. Es können Gegenstände auf der Trauerfeier sein, die an ihn erinnern, es können Dinge sein, die von der Trauerfeier mitgenommen werden (aus dem Besitz der Verstorbenen z.B.) oder Veranstaltungen/Feiern, die an den Verstorbenen erinnern (Jahresgedenken, Geburtstag, Sterbetag).

Naturbestattung
siehe Baumbestattung, RuheForst

Neue Bestattungsformen
siehe Baumbestattung, RuheForst, Almwiesenbestattung, Luftbestattung, Rasenfeld, FriedWald, Dianmatbestattung

Ökologische Bestattung
Bei der ökologischen Bestattung wird darauf geachtet, dass alle Bestandteile der Beisetzung möglichst natürlich sind. Es wird auf künstliche, chemische Bestandteil verzichtet, so beim Sarg, der Urne bis hin zur Kleidung der Verstorbenen. S. auch Baumbestattung.

Offene Aufbahrung
Die offene Aufbahrung ist nicht nur Geistlichen oder Würdenträgern vorbehalten. Eine Abschiednahme am offenen Sarg ist i.d.R. bis vor Beginn der Trauerfeier möglich. siehe auch Abschiednahme

Palliativmedizin
Die Palliativmedizin versucht dem Patienten den Schmerz zu nehmen. Dabei wird eine individuelle Schmerztherapie entwickelt, die den Sterbenden schmerzfrei halten soll. Palliativmedizin ist keine aktive Sterbehilfe. siehe auch Hospiz.

Priester
Priester sind katholische (auch orthodoxe) Geistliche, die in der Liturgie (hier Trauerfeier und Exequien/Eucharistiefeier) den Trauernden Trost spenden, die Auferstehung verkündigen und die Verstorbenen rituell beisetzen. siehe auch Christliche Bestattungskultur

Rasenfeld
Auf Friedhöfen angelegte Rasenfläche, die meist für anonyme Beisetzungen genutzt werden. In Köln und Dormagen ist diese Beisetzungart nicht möglich.

Redner/Trauerredner
Redner halten Trauerfeiern/Beisetzung, wenn kein kirchlicher Vertreter/Geistlicher anwesend ist. Die Ausbildung eines Redners/Trauerredners/Leichenredners ist unterschiedlich; manche sind Theologen, Philosophen oder Germanisten und haben i.d.R. eine rhetorische Zusatzausbildung.

RuheForst
Waldbeisetzungsanbieter, der die Möglichkeit gibt, in der natürlichen Umgebung des Waldes beigesetzt zu werden. Entsprechend wird dort die letzte Ruhestätte nicht Grab, sondern RuheBiotop genannt. siehe auch: www.ruheforst.de

Schamottstein
Feuerfester, mit Einäscherungsnummer versehener Stein, der dem Sarg vor der Kremation auf- oder zugelegt wird. Er wird im Anschluss an die Einäscherung gemeinsam mit der Asche in die Aschenkapsel eingefüllt.

Seebestattung
Bei der Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen in einer wasserlöslichen Urne, aus Zellulose, Sand- oder Salzstein, neuerdings auch aus Brotteig, der See übergeben. Die Übergabe erfolgt in gesondert ausgewiesenen Gebieten in Nord- oder Ostsee aber auf Wunsch auch auf allen Weltmeeren. In Holländischen Gewässern sind auch Fluss- und Binnenseebestattungen möglich. Die Abwicklung erfolgt stets über Bestattungshäuser vor Ort. Auf Wunsch kann die Familie die Urne aus NRW selbst zum Beisetzungort überführen.

Sepulkralkultur
Bestattungskultur (lat. sepulcrum = Grab, Grabgelege)

Sternenkinder
Viele Kommunen haben sogenannte „Sternenkinder-Grabfelder“; die Beisetzung unterliegen anderen Regeln und sind meistens günstiger. siehe auch Fehlgeburt, Totgeburt

Sterbetalar
siehe Totenhemd

Totgeburt
Eine Totgeburt ist eine nicht lebendgeborene Leibesfrucht über 500g.Totgeborene Kinder erhalten einen Eintrag in das Familienbuch mit Namen. Totgeburten können nach dem Gesetz von 2003 auf öffentlichen Friedhöfen beigesetzt werden. Wenn Eltern von diesem Recht keinen Gebrauch machen, muss die Einrichtung, in der das Kind geboren wurde, die Beisetzung übernehmen.

Totenhemd auch Sterbetalar
Dem Verstorbenen wurde traditionell ein Totenhemd angezogen. Dies war ein Hemd ohne Taschen und in der Symbolik das weiße, reine Taufgewand. Heute ist es meistens ein weißes, besticktes Gewand, um den Verstorbenen angemessen zu kleiden. Die Angehörigen haben auch die Möglichkeit, ihre Verstorbenen in andere Kleidung (Anzug, Kleid, Uniform, etc.) zu kleiden.

Totenfürsorgerecht
Das Totenfürsorgerecht übergeht ähnlich der Bestattungsverpflichtung an die Angehörigen. Wer das Totenfürsorgerecht hat, kann über die Art der Bestattung entscheiden. Bürger haben die Möglichkeit das Recht handschriftlich an Dritte (Bestatter im Rahmen eines Vertrages) zu übertragen.

Traueranzeige
Die Traueranzeige wird nach dem Tod in einer lokalen Zeitung veröffentlicht und ist kostenpflichtig. Sie dient der Bekanntgabe des Todes und der Einladung zur Trauerfeier.

Trauerbegleitung
Trauerbegleitung wird i.d.R. von geschulten Begleitern vorgenommen. Sie sind nicht unbedingt Therapeuten, da Trauer nicht als Krankheit definiert wird, vielmehr als ein Zustand. Trauerbegleitung wird in Bestattungshäusern, Kirchengemeinden, Beratungsstellen und von Therapeuten angeboten.

Trauerbrief
Der Trauerbrief wird nach dem Tod verschickt. Er dient der Bekanntgabe des Todes und der Einladung zur Trauerfeier. Trauerbriefe sind frei wählbar und können beim Bestatter beauftragt werden.

Trauerfeier
Die Trauerfeier dient der Abschiednahme von dem Verstorbenen und gibt allen Trauernden die Möglichkeit, sich individuelle zu verabschieden. Die Trauerfeier kann persönlich gestaltet werden mit Musik, Blumen, Bildern und anderen Elementen. Eine Trauerfeier wird von einem Priester/Pfarrer/Redner gestaltet; sie kann aber auch von den Angehörigen durchgeführt werden.

Trauerredner
siehe Redner

Überführung
Der Verstorbene wird vom Sterbeort zum Friedhof oder Krematorium überführt. Ebenfalls kann eine Überführung ins Ausland mit dem Flugzeug erfolgen. siehe auch Abholung

Urne
besser: Überurne Schmuckvolle Überurne zur Aufnahme der Aschenkapsel mit der Verstorbenenasche.

Urnenanforderung
Schreiben eines Bestatters oder eines Friedhofs an ein Krematorium, um die Totenasche eines Verstorbenen zur Beisetzung anzufordern. Auf die Urnenanforderung hin übergibt das Krematorium die Urne an den Bestatter oder verschickt die Urne an den Anfordernden – auch per Post möglich.

Urnenstele
Urnenstelen sind säulenförmige Gebilde – meist aus Naturstein oder Beton, die freistehend oder neben anderen Stelen im Boden verankert werden und eine oder mehrere Urnen aufnehmen können. Die Urnenkammer wird nach der Beisetzung mit einer Abdeckplatte, die meist den Namen des Verstorbenen trägt, verschlossen.

Urnentransport
Der Transport der Urne kann in NRW von den Angehörigen vorgenommen werden; hierzu ist eine Genehmigung erforderlich, die der Bestatter einholt. Die Urne kann auch vom Bestatter überführt werden oder mit der Post versendet werden.

Vorsorgevertrag
siehe Bestattungsvorsorgevertrag, Bestattungsberatung

Willenserklärung
Die Bürger haben die Möglichkeit anlässlich ihrer dereinstigen Bestattung verschiedene Willenserklärungen vorzunehmen. Diese beziehen sich auf die Einäscherung, die Seebestattung, die Baumbestatung, die Rasenbestattung und die anonyme Bestattung. Sollte diese nicht vorliegen, können die Angehörigen an Eides statt eine Erklärung abgeben; Ausnahme ist die Seebestattung und Rasenbestattung. siehe auch Totenfürsorgerecht

Zertifikat
Ein Bestatter und diverese Bestattungshäuser haben Zertifikate, die ihren Standard, ihre Qualität und die persönliche Qualifikation aufzeigen. Mitglied des Bestatterverbandes zu sein, ist bereits eine Zertifizierung, da diese an Auflagen gebunden ist.